Ackerbau – auf Gut Fussberg natürlich ökologisch.

Auf unseren 100 Hektar Ackerland verzichten wir grundsätzlich auf den Einsatz chemischer  Pflanzenschutzmittel und mineralischer Düngemittel. Die Unkrautbekämpfung erfolgt durch eine gut geplante Fruchtfolge sowie durch unseren Hackstriegel, welcher pro Kultur drei bis vier Mal zum Einsatz kommt.

 

Auf die Fruchtfolge kommt es an…
Eine gut geplante Fruchtfolge ist entscheidend für die Bodenfruchtbarkeit. Basis einer Fruchtfolge ist der Anbau von Futterleguminosen, wie zum Beispiel Kleegras. Diese Leguminosen sorgen durch Bindung von Luftstickstoff für die Stickstoffversorgung der nachfolgenden Kulturen.

Hanf: Seit 2015 bauen wir auf Gut Fussberg Hanf an. Kennengelernt haben wir den Nutzhanf auf der Messe BioWest und uns kurz darauf entschieden, selbst auf einer kleinen Fläche Hanf anzubauen. Mittlerweile bauen wir Hanf für die Ölgewinnung auf vier Hektar an. Hanf wird Anfang Mai gesät und mit Rindermist gedüngt. Da der Hanf sehr schnell wächst entfällt jegliche Unkrautbekämpfung! Da Hanf unter das Betäubungsmittelgesetz fällt, muss der Anbau sowie der Blühbeginn dem Bundesamt für Landwirtschaft und Ernährung (BLE) gemeldet werden. Anschließend wird eine schriftliche Erntefreigabe erteilt. Beim Nutzhanfanbau dürfen nur geprüfte Sorten mit einem THC-Gehalt von unter 0,2 % verwendet werden. Geerntet werden 1 bis 1,5 Tonnen Hanfnüsse pro Hektar.

Hanfacker

Hanfanbau im großen Stil – ganz legal

Kleegras: Kleegras wird zweijährig angebaut. Mit dem Klee lebende Knöllchenbakterien binden Stickstoff aus der Luft, das reichert den Boden an und dient zur Vorbereitung des Bodens für die Nachfolgekultur.  Das Kleegras wird viermal jährlich geschnitten und dient den Kühen als Futter. 

Weizen: Der Weizen wird Mitte Oktober ausgesät und wächst bis zum Vegetationsende ca. zehn cm. Bei Vegetationsbeginn (Anfang März) startet der Weizen mit einem starken Wurzelwerk durch und wird Mitte Juli geerntet. Gedüngt wird mit eigenem Rindermist, wir ernten im schnitt 4 Tonnen pro Hektar. Den Bio-Weizen verfüttern wir an unser Geflügel.

Gerste: Die Gerste wird Anfang Oktober gesät und überwintert wie der Weizen. Bei Vegetationsbeginn wächst sie schneller als der Weizen und ist Mitte bis Ende Juni druschreif. Gedüngt wird mit eigenem Wirtschaftsdünger (Rinder- und Geflügelmist), wir ernten im Schnitt 4 Tonnen pro Hektar.

Ackerbohnen: Zwischendrin eine Leguminose! Bevor Ackerbohnen am Anfang März gesät werden, düngen wir den Boden mit Rindermist oder Grünschnittkompost. Genau wie beim Kleegras wird auch hier Stickstoff von den Knöllchenbakterien aus der Luft gebunden. Geerntet wird Anfang September, ca. 4 Tonnen pro Hektar. Ackerbohnen und Gerste werden an die Rinder verfüttert.

Roggen: Roggen wird Anfang Oktober gesät, ansonsten wird er genau wie Gerste behandelt. Unseren Roggen vermarkten wir als Brotgetreide.

Hafer: Hafer wird ab Februar gesät, die Düngung erfolgt mit eigenem Wirtschaftsdünger.

Blühstreifen: Um unsere Äcker herum haben wir Blühstreifen angelegt. Diese sind ein Rückzugsort für Feldlerche und Bienen. Außerdem lockern diese das Landschaftsbild auf und vermeiden Erosion.

Auch Hasen fühlen sich auf unserem Acker wohl

Auch Hasen fühlen sich auf unserem Acker wohl

Zu allen Kulturen streuen wir regelmäßig Kalk, um den PH-Wert des Bodens anzupassen.